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Der Verfasser stellt sich den Werdegang der Demokratie als eine allmähliche Annäherung an die universelle kollektive Bewußtheit vor. Unter deren Herrschaft „wurzelt die öffentliche Meinung im Einzelmenschen“. Eine Psychologie der Berufe wäre noch auszuarbeiten. Die Individualität ist durch die Umgebung gestaltet und für sie gilt der ethische Imperativ: „Lerne die Gesellschaft kennen.“ Die Individuen müssen zur Verantwortlichkeit erzogen werden. Szirtes verficht
den „materiellen Idealismus“, die „kultursoziale Weltanschauung“; „sozialinduktive Denkungsart“ und „sozialaltruistische Handlungsart“ gipfeln für ihn im „sozialethischen Individualismus“. Die Erlangung der Wahrheit wird durch die „gleiche sinnliche Veranlagung“ der Menschen gewährleistet.
Wie ersichtlich, können diese Ideen mit den psychoanalytischen Anschauungen in Einklang gebracht werden. „Aus der sozialpsychologischen Verzweigung der modernen psychoanalytischen Literatur sei hier Federns Abhandlung … und Kolnais Schrift… erwähnt“ — lesen wir in den Anmerkungen.
Aurel Kolnai (Wien).