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Einem psychoanalytisch orientierten vergleichend-tierpsychologischen Aufsatze muß stets eine Warnung vorangestellt werden, eine Warnung gegen jede leichtfertige Übertragung von der Menschenpsychologie auf die vor uns mehr verborgene Psychologie der Tiere. Die Erfahrungsdaten der Tierpsychologie sollen aus sich selbst, für sich selbst sprechen; aus der Psychoanalyse dürfen nur die Gesichtspunkte, nicht aber die Resultate geschöpft werden. Es muß ganz allgemein gelten, was Freud in Hinsicht auf die Systeme Bw, Ubw, ebenfalls als Warnungsruf, fordert: „Wir beschreiben die Verhältnisse, wie sie sich beim reifen Menschen zeigen, bei dem das System Ubw streng genommen nur als Vorstufe der höheren Organisation funktioniert. Welchen Inhalt und welche Beziehungen dies System während der individuellen Entwicklung hat, und welche Bedeutung ihm beim Tiere zukommt, das soll nicht aus unserer Beschreibung abgeleitet, sondern selbständig erforscht werden.“2
Eine andere Warnung könnte lauten: man verlasse das in der Psychoanalyse so sehr bewährte Kontinuitätsprinzip nicht. Wir glauben am wenigsten ins Irre gehen zu müssen, wenn wir den Weg „von oben“, und nicht den Weg „von unten“ einschlagend die menschenähnlichsten Tiere, die Affen, einer psychoanalytisch orientierten Betrachtung unterziehen. Die Affen leben ja in dauernden Verbänden von kleinerer und größerer Mitgliederzahl, in diesen Verbänden drängt sich meistens ein Individuum