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Die vielen Besprechungen, die über das Buch bereits erschienen sind, ließen uns erwarten, darin viel Neues für Eltern und Lehrer zu finden. Dies ist aber nicht der Fall. Die Tatsachen und die Art, wie sie dargestellt sind, bewegen sich auf ausgefahrenen Bahnen, und während die verschiedenen Autoren häufig von der ungeheueren Bedeutung der Kinderpsychologie sprechen, müssen wir uns oft erstaunt fragen, wie weit die tiefere Psychologie des Kindes wirkliche Berücksichtigung
gefunden hat; dasselbe gilt von seinen Strebungen und Triebäußerungen und deren — normalen oder pathologischen — Umbildungen im Laufe der Entwicklung. Auf die Ursache vieler, nur allzu bekannter Schwierigkeiten im Leben des Kindes wird nicht näher eingegangen und immer wieder die Mutter als geeignetste Person zur Behebung aller Übelstände gepriesen. Und doch weiß jeder, der dieses Thema im Lichte der neuesten psychologischen Funde untersucht hat, daß die innigen Bande zwischen Eltern und Kind, die Tatsache, daß jene in ihrem Verhalten von der unbewußten Einstellung zu ihren Kindern bestimmt werden, was eigentlich bei allen Fällen die Ursache des Übels ist, nicht dazu angetan sind, die Eltern zum. Arzt einer Krankheit zu machen, die sie selbst verschuldet haben.
Wir sind überrascht, von Autoren, die Einzeluntersuchungen an Kindern und über kindliche Probleme angestellt haben, etwa folgende Bemerkungen zu hören, um einige besonders krasse Beispiele herauszugreifen: „Wenn jedoch ein Verhalten tatsächlich Schmerz oder Unbehagen zur Folge hat, werden selbst sehr kleine Kinder es nicht wiederholen wollen und einen anderen Weg der Reaktion wählen. Die frühe Erwerbung guter und die Vermeidung schlechter Gewohnheiten ist eine der ersten Stufen der psychologischen Erziehung des kleinen Kindes, eines der Hauptziele einer guten Mutter. Daraus erklärt sich die Berechtigung korrektiver Strafen auch schon bei ganz kleinen Kindern.“ Nach diesen Ausführungen könnte man schließen, daß Dr. Eric Pritchard die Anwendung