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Dieser kleine Aufsatz verdient Beachtung. Weniger seiner Ergebnisse wegen, diese sind nicht zahlreich und nicht erstaunlich, sondern wegen der Betrachtungsweise. Er begnügt sich nicht mit der behaglichen immer wieder feststellenden Freude, daß in den letzten Jahren ein lebhaftes psychologisches Interesse unter den Pädagogen entstanden ist und immer weiter um sich greift. Vielmehr wird versucht, diesem Interesse gegenüber die Frage nach seinen psychischen Motivationen zu stellen, und von hier aus einige Schritte zur Psychologie des Erziehers (und insbesondere der Erzieherin) zu tun. Es geschieht das auf dem Boden der Psychoanalyse. Die Psychoanalyse hat sich bisher damit begnügt, unter voller Akzeptierung des Umrisses und der Ziele der Pädagogik, ihre Erkenntnisse über die seelischen Erscheinungen beim Kinde und Jugendlichen in den Dienst dieser Pädagogik zu stellen. Als erfreuliches Symptom dafür, daß die Möglichkeit und Notwendigkeit des nächsten wichtigen Schrittes in unserem Kreise gesehen wird, darf man diesen Aufsatz buchen. Die Pädagogik selbst und das Verhalten der Erzieher psychoanalytisch zu verstehen, ist die bevorstehende Phase in der Anwendung der Psychoanalyse auf die Pädagogik. So ist wenigstens die Ansicht des Referenten, und, wie es scheint, auch der Autorin.
Bernfeld (Wien).