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Der ungenannte Verfasser unterzieht die bekannte Arbeit Neters „Das einzige Kind und seine Erziehung“ (Zeitschr. f. Kinderforschung, 1916, Heft 9) ei ner kritischen Besprechung und mißt ihre Ergebnisse an dem eigenen Charakter: er ist ein „Einziger“. Der Versuch des offenbar feingebildeten Mannes ist sehr lesenswert, doch kann er Neters Befunde nicht entkräften. Denn diese sind eben an einem Kreise von mindestens bescheidenem Wohlstande in der Stadt gewonnen und haben vornehmlich für ihn Geltung. Der „Einzige“ eines ärmlichen Arbeiterpaares in ländlichen Verhältnissen wächst doch unter anderen Bedingungen auf. Immerhin muß der Verfasser auch für sich einräumen, daß Neter in vielen Stücken recht hat. Im übrigen kann ich mich nicht entschließen, die freimütige Art des Kritikers mit einer lieblosen Argumentation an der Hand seiner Selbstbekenntnisse zu vergelten.
Friedjung (Wien).