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Das Steigerungsphänomen sei ein seelisches, meistens schon aus dem „Unterbewußten“ triebhaft wirkendes, allgemeines, nicht nur in den Kunstwerken, sondern in jeder Phantasietätigkeit, ja sogar in der schlichten Wahrnehmung und Erinnerung aufzeigbares formales Urprinzip. Unter dieses Phänomen soll „jede während eines geistigen Produktionsvorganges sich vollziehende Umänderung, die bewußt oder unbewußt teleologisch orientiert, eine Erhöhung, eine Intensivierimg der erstrebten Wirkung zum Ziele hat“, eingereiht werden. Die psychologischen Wurzeln der Steigerung seien: Das Bedürfnis nach erhöhter Abreaktionsmöglichkeit, das Bedürfnis und die Freude an der geistigen Produktion, der elementare Trieb nach Expansion, nach Neuem, Bedeutungsvollem, nach Wunschwahrheit, endlich das Verlangen nach Wirkung. Jeder Mensch soll diese Bedürfnisse in sich tragen und dem Lustkorrelate gemäß nach ihrer Befriedigung streben, doch sei beim Künstler dieses Streben in höherem Maße vorhanden. Ein reiches Material aus der Literaturgeschichte und Kunstgeschichte verfolgt diese Behauptungen ins Einzelne. Wir vermissen jeden Hinweis auf die analytische Literatur, obzwar ständig analytische Behauptungen gestreift werden (Wunscherfüllung in der Phantasie, das Wirken unbewußt-primitiver Mechanismen