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Wer die Empfindung des déjà vu häufig an sich selbst erlebt hat, wird aus eigener Erfahrung zwei Eigentümlichkeiten dieses Erlebnisses kennen, die sehr häufig sind, wenn sie auch nicht immer gleich stark ausgeprägt erscheinen. Übrigens sind diese beiden Eigentümlichkeiten schon längst und vielfach beschrieben worden: Die erste ist ein eigenartiges, schwer zu beschreibendes Gefühl einer Entrücktheit, einer Trance, die sehr eng verwandt ist mit den inneren Erlebnissen von sogenannter Depersonalisation; die zweite Besonderheit bezieht sich auf die Situation, von der man das unmittelbare Gefühl hat, sie in der Vergangenheit schon ganz getreu erlebt zu haben; stellt sich die Sensation z. B. in einem Augenblick ein, in dem eine andere Person gerade in einer Rede begriffen ist, so lautet die Impression des déjà entendu, in Worte gefaßt, etwa so: Alles das, was er jetzt sprechen wird, zu sprechen im Begriffe ist, hat er damals auch schon getreu Wort für Wort gesprochen. Es ist also in solchen Fällen eigentlich etwas der nächsten Zukunft Angehörendes, eben im Entstehen Begriffenes, das von der Empfindung erfaßt und als erlebt in die Vergangenheit zurückgerissen wird.
Gerade diese beiden Eigentümlichkeiten sind geeignet, dem Erlebnis des déjà vu jenen traumhaften Charakter zu geben, den es vielfach hat und der von dem Erlebenden selbst bald mehr lustbetont, bald mehr unlustvoll, immer aber als eine Art von Schauer empfunden wird. Wenn von einigen Autoren im Anschluß an die Erklärung Grasset's das déjà vu als Erinnerung an vergessenes Geträumtes betrachtet wird, so wird