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In der Völkerpsychologie spricht man gern von intro- und extravertierten oder — psychoanalytisch ausgedrückt — von narzißtischen und objekterotischen Völkern. Als typisches Beispiel der narzißtischen Einstellung pflegt dabei Indien zu gelten und diese Feststellung scheint für den Ursprungsort des Buddhismus durchaus zutreffend zu sein.1 Als Endziel der Lehre wird der Zustand des Nirvhana der Intrauterinregression angegeben. Allerdings geht die Regression noch eine Stufe weiter. Nach der Auffassung von Professor Joshio Noda ist Nirvhana „das Bewußtsein, welches nach der völligen Negierung des Selbst entsteht“, es ist das Verschwinden des Individuums in dem Absoluten.2 In dem Zustand des Nirvhana gibt es kein abgegrenztes Ich, kein Leben und keinen Tod, keine Begierde, kein Leid, keine Angst.3 Also Aufheben aller Gegensätze, „restloses Verschränken der Ichtriebe mit der Libido“.4 Tatsächlich lehrt ja die Biologie, daß einzellige Wesen, die auf dem Wege der Entmischung von Soma und Keimplasma noch keinen Schritt getan hätten, bei denen es also weder Zweiheit noch Zwiespalt gäbe, potentiell unsterblich wären,5 und der Zustand des Nirvhana, obgleich gewissermaßen mit dem Tode identisch, gilt ja den Gläubigen auch als die Überwindung des Todes.
Wie gelangt aber der Buddhismus zu diesem tiefsten aller Regressionzustände? Wir stellen uns nicht die Aufgabe, die einzelnen Phasen des Rückbildungsprozesses analytisch zu beleuchten, denn diese Aufgabe ist ja schon von Alexander in mustergültiger Weise gelöst worden. Wie ist aber der Buddhismus libidogeschichtlich zu verstehen? Zunächst als eine Fortsetzung der Upanishadenlehre.