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Auf Nachmansohns kurze Untersuchung des Platonischen Liebesbegriffes folgte meine erheblich ausführlichere im historischen Teil des Buches „Die Liebe des Kindes und ihre Fehlentwicklungen“. Die beiden kurzen Darstellungen werden weit übertroffen durch das mustergültig, sorgfältig und tiefgrabend durchgearbeitete Werk Lagerborgs. Ich bekenne, daß ich von der prachtvollen Leistung entzückt bin. Ich weiß nicht, was ich mehr bewundern soll, die gründliche Bearbeitung der Texte Platos, die feinfühlige Psychilogie, die umfassende Belesenheit, die überall auf die großen und größten Zusammenhänge dringende Universalität, oder die geistreiche Synthetik. Ich wünsche herzlich, daß dieses nicht nur glänzende, sondern geradezu strahlende Werk, das dem philosophischen und psychologischen Schaffen seines Verfassers eine hocherfreuliche Prognose stellt, die weiteste Verbreitung finde. Die psychoanalytische Forschung kann sich über diese Darstellung des großen griechischen Denkers, der in so mancher Hinsicht als Freuds Vorläufer bezeichnet werden darf, restlos freuen.
Pfister (Zürich).