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Häberlin fragt nach dem Ziel der Erziehung im philosophischen Interesse, nicht im psychologischen und historischen. Sein „Standpunkt ist der des geistigen Idealismus“ (17). „Wir reden nur unter uns, das heißt zu denen, die an objektive Richtigkeit glauben“ (21). Wobei Richtigkeit nicht etwa empirische, sondern objektive, absolute Richtigkeit ist. „Man kann die Überzeugung unseres Standpunktes nur eben haben oder nicht haben. Von Begründungen kann in diesen tiefsten Entscheidungen gar nicht mehr die Rede sein und auch nicht von Widerlegungen.“ Demnach ist es für uns, die wir Forschungs-interessen folgen, einigermaßen gleichgültig, zu welchen Formulierungen über das Ziel Häberlin nach der Besprechung des „Sinns der Erziehung“ gelangt. Sie sind teilweise in neuer Nomenklatur im wesentlichen nicht neu gegenüber den bekannten Zieldeduktionen der philosophischen Pädagogik. In Kants Pädagogik findet man sie nicht schlechter formuliert. Psychoanalytisches Studium wirft seinen Schatten auf die Häberlinsche Philosophie, indem er die Grenzen, die der Erreichung des philosophischen Ziels durch die Fälligkeiten des Zöglings gesetzt sind, mehr als sonst philosophische Pädagogiker tun, betont. Auch die Tatsache sozialer Grenzen wird — gerade noch — erwähnt, und wird durch Formulierungen verschleiert, die gefährlich leicht zur Rechtfertigung für altertümelnde Bemühungen, dem Erziehungswesen die Gestalt ständischer Einrichtungen zu geben (etwa im Sinne des frühen Pestalozzi: der Arme soll zum Ertragen seiner Armut erzogen werden) dienen können, oder in wirklichkeitsfremde Berufsmetaphysik münden.
Ist eine Begründung „des Standpunkts“ — wie Häberlin seinen philosophischen Standpunkt nennt — auch in sich unmöglich, so ist es doch möglich, nach dem Ursprung des Glaubens an eine, und zwar eine absolute Richtigkeit zu fragen. „Sinnlos wäre diese Frage nur dann, wenn man hoffte, durch ihre Beantwortung so etwas wie eine Begründung, einen Rechtsnachweis zu erlangen. Denn der Ursprung kann n