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Von „hoher Warte“ aus rechnet Förster ab mit all dem, was nicht nach religiöschristlichen Grundsätzen orientiert ist. Seine eisige Unduldsamkeit, in die er geraten, hat ihm viele Freunde entzogen, Die ständige Winkelbetrachtung nach
„oben hin“, nach „unten hin“, von „oben her“, von „unten her“, wie Förster sie übt, hat etwas Diabolisches an sich, verrät aber gleichzeitig auch eine Unsicherheit. Förster predigt bald von entschlossener Scheidung in „kalt oder warm“, im Gegensatz dazu von „jeder ehrlichen Synthese entgegengesetzter Interessen“, predigt ferner von der Notwendigkeit eines starken Willens und von der Machtlosigkeit unseres Willens, der sich einem höheren zu unterstellen habe, predigt bald von der Überwindung des Ichs, bald von der Festigung des Ichs.
Es fehlt Förster an minimaler Achtung vor allen menschlichen, insbesondere erzieherischen Bestrebungen, die sich nicht auf christliche Gläubigkeit stützen. Die Moralpädagogik, die „morale laïque“, die Aussage-, Freiheits-, Sexual- und Willenspädagogik gehören ins Kapitel des Abfalls. „Unten“ wird auch die Psychoanalyse, der Förster ein größeres Kapitel widmet (freilich ohne sie ausreichend zu kennen), klassifiziert. Sie will den Tiermenschen und nicht den Gottmenschen. Sie ist „einer der gefährlichsten und am meisten irreführenden modernen Versuche, die religiöse Seelenführung zu ersetzen“, anderseits aber „ist diese Psychoanalyse in einem gewissen Sinne sogar ein bestätigendes Zeugnis für alles, was die christliche Religion bisher in der Behandlung der Seelen geleistet hat“. „Der Psychoanalytiker hat keine universelle (!) Kenntnis der menschlichen Seele.“ „Wer z. B. die Kraft Gottes in der Seele nicht erkennt, sondern alles nur von unten her deutet, der wird immer ein gemeingefährlicher Stümper in Diagnose und Therapie bleiben.“ Was als das „Widerwärtigste“ bezeichnet wird, ist die Zurückführung „gewisser Entfremdungen und Gereiztheiten von Kindern gegenüber Vater oder Mutter auf den ‚Ödipus-Komplex‘“ …, „a