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E. R. Jaensch: Über Gegenwartsaufgaben der Jugendpsychologie. S. 38-53. Wichtigkeit der Jugendforschung in unserer, mit Sehnsucht nach Wiedergeburt erfüllten Zeit. Ein zentraler Weg der Erforschung der jugendlichen Seele, des Aufbaues seiner Welt wurde — meint Jaensch — durch die Untersuchung der Anschauungsbilder angebahnt.
Antonin Prandtl: Die Koordination der Gehirn- und Bewußtseinsvorgänge. S. 54-100. Wechselwirkungs- und Parallelitätslehre sind untauglich, die psychophysiologischen Erscheinungen zu erklären. In Anknüpfung an Avenarius-Mach wird eine Identitätslehre entwickelt, welche keine kausalen Verknüpfungen kennt, sondern Schlüsse vom Vorausgehenden auf das Nachfolgende nur auf Grund der Gleichförmigkeit des Geschehens zuläßt. Der Begriff eines Unbewußten, sowie die psychische Determination alles psychischen Geschehens wird verworfen. — Man vermißt hier eine Auseinandersetzung mit vom Triebleben ausgehenden Auffassungen, man hört stets nur von „Wahrnehmungen“, „Gedanken“.
Rupprecht Matthaei: Die Erregung des Neurons als physiologische Grundlage psychischer Vorgänge (S. 113-133). Wesentliche Prinzipien der Ausführungen sind folgende: Es gibt abgestufte Reaktionsfähigkeit und Reaktion nach dem Alles-oder-Nichts-Gesetz; erste Reaktionsart gehört zu den zentralen Eigenschaften, deren Träger die Ganglienzelle ist. Das periphere Element (Neurit, Nervenfaser) folgt dem Alles-oder-Nichts-Gesetz. Die Beziehung zwischen Reizstärke und Erregungsgröße wird durch eine logarithmische Funktion ausgedrückt („Relativitätssatz“). Die Neurone können kurzdauernde Reize in längere Serien von rhythmischen Erregungen umwandeln. Für den geordneten Ablauf der Erregungsprozesse hat das Prinzip der reziproken Innervation die größte Bedeutung (Verworn: Ein Reiz erregt ein zentrales Gebiet und hemmt gleichzeitig die Tätigkeit eines anderen). „In der Interferenz von Erregungen hat man in der Tat eine wesentliche Bedeutung der nervösen Hemmungen nachweisen können.“ Arbeitshypertrophie und