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Inhaltsvoll, schön geschrieben, aufklärend für diejenigen, welche sich über das Problemgebiet der „Gestalttheorie“ kurz orientieren wollen. „Es gibt Zusammenhänge“ — so wird das Grundproblem formuliert — „bei denen nicht, was im ganzen geschieht, sich daraus herleitet, wie die einzelnen Stücke sind und sich zusammensetzen, sondern umgekehrt, wo — im prägnanten Fall—sich das, was an einem Teil dieses Ganzen geschieht, bestimmt von inneren Strukturgesetzen dieses seines Ganzen“. Diese Formulierung läßt noch nicht durchblicken, welche innere Berührungspunkte zwischen der Gestalttheorie und der Psychoanalyse bestehen. Es muß aber einem auffallen, wie sehr im Laufe der Schrift statt der Frage der „Gestalt“ immer mehr die Frage vom Sinn, von Sinnlosem und Sinnvollem in den Vordergrund tritt. Einmal wird die Frage aufgeworfen, was an der Grundeinstellung der früheren Wissenschaft sie für die Fragen des Lebens blind macht; hier wird nicht auf die Verdrängung hingewiesen, die unseres Erachtens auch an der Zerstückelung der einheitlichen Erfahrung mitschuldig ist. Auch beim Hinweis auf das Dynamische der seelischen Beziehungen vermissen wir ein Wörtchen über die Psychoanalyse. Allerdings wurde von psychoanalytischer Seite das Methodische der Ganzheitsauffassung nicht so zusammenfassend herausgearbeitet, wie man es beim Verfasser vorfindet.
Hermann (Budapest)