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Da die bisheriger Psychologie fremden Resultate der Psychoanalyse auf ihrer bisheriger Psychologie fremden Methode beruhen, könnte auch nur eine methodologische Kritik sie treffen. Eine solche — einzig sachliche — Kritik der Psychoanalyse ist nach der Ansicht des Autors bis jetzt noch nicht geleistet worden. Um sozusagen Kritiker in das rechte Gleis zu bringen, versucht der Autor eine Darstellung der psychoanalytischen Beobachtungsmethode und betont ausdrücklich, daß diese nicht mit der psychoanalytischen therapeutischen Technik zusammenfällt.
Der hochdifferenzierte Prozeß der „Einfühlung“ in einen fremden Menschen ist mehr als eine bloße Projektion eigener seelischer Empfindungen in ein Objekt, wie es ungefähr Lipps und Wundt meinten und wie es bei einer „Einfühlung“ in Unbelebtes der Fall sein dürfte; sie verdient durch eine eigene Bezeichnung („empathy“) von primitiveren Einfühlungsarten unterschieden zu werden. Sie ist die Grundlage der Psychoanalyse. Sie ist jeder äußerlichen Beobachtung absolut inadäquat, wie eine aufschlußreiche Gegenüberstellung der beiden Methoden zeigt; während sonst naturwissenschaftliche Beobachtung alle Affekte des Beobachters ausschalten muß, können Affektvorgänge nur voll beobachtet werden, wenn man seine eigenen analogen Affektvorgänge spielen läßt. Der Psychoanalytiker muß bei der Arbeit Erinnerungen aus der eigenen psychischen Vergangenheit reproduzieren und sie mit dem Beobachtungsmaterial vergleichen. Er muß deshalb zunächst Logik und Kritik ausschalten, (woran ihn keine eigenen Verdrängungen hindern dürfen), um dann erst beim nachfolgenden Vergleichen die nötigen Korrekturen anzubringen, (woran der unter Verdrängungen Leidende gleichfalls gehindert wäre). Er sieht die Versuchsperson gleichsam von innen her, benutzt die Kenntnis der eigenen unbewußten Determinanten zum Verständnis der fremden. Wer die „empathy“ nicht kennt, kritisiert, die Psychoanalyse baue ihre Schlüsse auf „vage Analogien“ auf; dieser Eindruck entsteht, weil da