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Der „Zufalls“ begriff kann zweierlei Bedeutungen haben. Einmal wird als „zufällig“ ein Geschehen bezeichnet, bei dem eine individuelle Beziehung zum Kausalen fehlt, das also nicht der kausalen Analyse des Einzelfalles, nur der statistischen und wahrscheinlichkeitsmathematischen Erfassung zugänglich ist; die kausale Geschlossenheit der Welt wird durch solchen Zufall nicht durch brochen, die Möglichkeit der Analyse der für die Einzelfälle unberechenbaren Massenerscheinungen beweist sie vielmehr erst recht. Zweitens gilt als „zufällig“ das Phänomen, dem bei geschlossener Kausalkette — eine finale Beziehung fehlt; in diesem Sinne wäre die Entstehung der zweckmäßigen biologischen Formen nach Darwin zufällig. — Der Autor untersucht besonders die Beziehung der Mutationen zu den beiden Zufallsarten und kommt zum Resultat, daß es neben in beiden Sinnen zufälligen Mutationen auch solche, die kausal, und solche, die final gerichtet sind, geben dürfte.
Fenichel (Berlin)