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Man ist von Autoren, die sich für berufen halten, gegen die Psychoanalyse zu Felde zu ziehen, mancherlei gewohnt; aber ein so merkwürdiges Werk wie das vorhegende ist dem Referenten bisher noch nicht in die Hände gelangt. In affektreicher, nach den meisten Sätzen Rufzeichen benötigender, völlig unübersichtlicher und ungeordneter Schreibart werden die Resultate der Psychoanalyse angegriffen, wobei die Argumentation in der Anekdote vom Topf, der erstens schon zerbrochen gewesen sei, als man ihn ausborgte, zweitens noch ganz sei, weit übertroffen wird, indem Freudsche Funde einmal als gültige Selbstverständlichkeiten behandelt, dann wieder wie des Autors Funde dargestellt, dann wieder als längst vor Freud anerkannte Tatsachen nachgewiesen werden, um schließlich eine ausdrückliche „Widerlegung“ und Zurückweisung als barer Unsinn zu erfahren. Die zu widerlegenden Freudschen Ansichten selbst sind oft recht merkwürdige: So werden wir unter anderem darüber belehrt, daß die Psychoanalyse Ethnologie, Soziologie, Religion und Kunst „in sich einbeziehen“ wolle, daß die Triebe nach Freud weder physisch noch psychisch seien, sondern ein drittes Reich darstellen, den Ideen Platos vergleichbar, daß Freud „das Physiologische nur als ein verzerrtes Psychisches gelten“ lasse, daß „den Beweis für den Ödipus-Komplex Freud die Ödipus-Sage liefere“, daß die Lehre von der Verdrängung aufgegeben und durch eine Lehre von der Verurteilung ersetzt sei, daß Freud der Telekinese verständnisvoll gegenüberstehe; das Gleichnis von den Räumen, das in den „Vorlesungen“ die topische Auffassung erläutert, bringt den Autor zur Formulierung über die Freudsche Theorie: „An diesen Raum des Unbewußten läßt Freud einen weiteren … sich anschließen, den er als ‚Salon’ bezeichnet“. Die Inhaltsangaben von „Jenseits des Lustprinzips“ und „Das Ich und das Es“ werden demgemäß reine Karikaturen. Der Inhalt des „Jenseits“ z. B. sei, daß Freud, der bisher die Alleinherrschaft des Lustprinzips gelehrt hätte, nunmehr au