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Johannes Binggeli aus Schwarzenburg, Kanton Bern, stammt aus einer Gegend, die seit Jahrhunderten ein reges sektiererisches Leben besitzt, und unter allen Sektenträgerfamilien jenes Landteiles ragt vor allem seine eigene Familie, die der Binggeli, hervor. Er selbst entstammt einer Ehe von Blutsverwandten, auch seine Mutter war eine Binggeli.
Johannes Binggeli ist am 15. August 1834 geboren. Seine Jugenderinnerungen sind Gespenstergeschichten, und im übrigen Not und Entbehrung. Eine Zeitlang stand die Familie auf dem Notarmenetat. Er war ein kränkliches, schwächliches Kind. Mit vier Jahren verlor er seine Mutter. Bald darauf heiratete der Vater wieder, und zwar eine Frau, der Binggeli nichts Gutes nachsagt; er dachte sein Leben lang nur mit großer Bitterkeit an sie, besonders, weil sie ihn stets wegen seiner Schwächlichkeit verhöhnt und ihren eigenen Kindern hintangestellt hatte. Er war ein wenig begabter, aber fleißiger und ehrgeiziger Schüler. Nach der Schule half er zu Hause auf dem elterlichen Heimwesen, arbeitete dazwischen auch als Taglöhner. Schließlich riet ihm eine alte Frau, den Schneiderberuf zu erlernen; er befolgte den Rat, aber er ist nie ein guter Arbeiter geworden. Dafür kam er als Schneider, wenn er in den Häusern arbeitete, weit herum und lernte die Leute kennen.
Bis zu seinem vierunddreißigsten Jahre wird von ihm nichts besonderes berichtet. Eine alte Frau hatte ihm aber prophezeit, er werde zwischen