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Die folgende Sagengruppe diene zum Ausgangspunkt eines Versuches, in das Wesen der Mondmythologie einzudringen.
1) Irland. Nach irischem Volksglauben sitzen im Mond zwei Knaben, die auf einer Stange einen Eimer zwischen sich tragen.1
2) Westfalen. Man erblickt ein Kind mit einem Eimer im Mond.2
3) Mecklenburg. „En mäten het fohroten mit de knechts makt. Ens is se mit ehr tohop rut gähn un het den mand utgeiten wullt. Dat mäten hat'n emmer vull water nahmen; as se öwer to geiten will, is de mand dalfollen up dat mäten un de knechts un het se all verbrennt.“ Mitgeteilt aus Wismar.3
4) Deutsche Volkssage. Ein Dieb stahl zwei Wassereimer. Als er nach Hause wollte, kam ein Mann hinter ihm her und da der Dieb zu laufen begann, lief der Mann auch ebenso schnell hinter ihm. Der Dieb drehte sich um und sah, daß er in Wahrheit nur von seinem eigenen Schatten verfolgt wurde. Da fluchte er dem Mond, in dessen Licht er den Schatten warf, füllte einen Eimer mit Wasser und schüttete ihn zum Mond hinauf, — aber im selben Augenblick flog er mit beiden Eimern in den Mond, wo man ihn noch heute sieht.4.