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Die folgende Schrift ist eine Fortsetzung der psychoanalytischen Deutung der Gestalt der indischen Göttin Kali1 und umfaßt eine Erweiterung der Freudschen Tabutheorie. Es sollen in dieser Schrift verschiedene Punkte in ihrer Beziehung zu ihrer nach meiner Theorie allen gemeinsamen primären Basis, dem Menstruationskomplex, beleuchtet werden. Diese Basis muß bereits in einer primitiven Lebensstufe erstmalig wirksam gewesen sein und konnte wohl nur durch unbewußte Motive so lange übersehen oder wenigstens unterschätzt werden.
Erforschung und Verständnis der primären psychischen Faktoren sollen aber nicht durch irrationale Motive behindert werden.
Es ist wahrscheinlich, daß der Menstruationskomplex wesentlich mitgewirkt hat an der Vertiefung des Unterschiedes zwischen dem Verhalten des Menschen und dem der übrigen Tierwelt. Das primäre Ich wird nun durch einen tiefen Konflikt zerspalten, wobei eine Seite, und zwar die antisoziale, einer allmählichen Verdrängung unterliegt, während die andere, verdrängende, sich als Tabugefühl äußert; die Verdrängung der Triebe wird an inneren Veränderungen sichtbar, die von der Außenwelt auferlegt zu sein scheinen; so beginnt die animistische Entwicklungsphase. Der Wert dieses Konfliktes als eines Faktors der Entwicklung scheint darin zu liegen, daß er den archaischeren Wiederholungszwang, von dem die Tierwelt beherrscht