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Es soll nicht ein Referat des gedanklichen Inhaltes der Freudschen Schrift gegeben werden, sondern eine Erörterung der Hauptthemen. Der Referent glaubt nicht, daß seine Aufgabe in der Wiedergabe dieser Gedanken liegt. Vergleichsweise gesprochen: er will nicht die Melodie reproduzieren, sondern Begleitmusik machen.
Verfolgt man bei der wiederholten Lektüre den Gang der Freudschen Schrift, so heben sich drei große Teile deutlich heraus: der eine beschreibt die Kulturbedingungen, der zweite diskutiert die Religion, der dritte gibt das Bild einer künftigen Kultur. Man meint zu bemerken, daß der erste Teil ursprünglich den Hauptakzent trug, daß er anfänglich breiter ausgeführt werden sollte. Eine Stelle im Verlaufe der weiteren Diskussion scheint die Richtigkeit dieser Vermutung zu bekräftigen. Man erkennt aber auch, mit welcher Vorsicht und Voraussicht alles vorbereitet wurde, um den Hauptteil von dem umfassenderen abzugrenzen, wie kunstvoll und doch wie natürlich alles zu der Rehandlung jener Probleme drängt, die der Autor hier geben will. Von dem bedeutungsvollen Auftakt an, dem Wunsche, etwas von den ferneren Schicksalen unserer Kultur zu erfahren, über den Versuch, die allgemeine Kultursituation insbesondere von psychologischen Gesichtspunkten aus zu charakterisieren, der Berücksichtigung der Bedingungen, unter denen Kultur möglich ist, der psychologischen Kennzeichnung