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Seit meiner psychoanalytischen Studie „Ein Gespenst aus der Kindheit Knut Hamsuns“ sind mehrere Bücher über den Dichter erschienen, die biographische Daten enthalten, auch analoge Artikel, ferner ein großer, neuer Roman des nun fast neunundsechzigjährigen Meisters und eine Kindergeschichte aus der Feder seiner (zweiten) Gattin, die von seinen vier Kindern handelt.
In den Bücherläden, in denen sich bei uns Deutschen zu Weihnachten die Käufer drängen, wird viel nach den Werken von Hamsun und über ihn gefragt, und in den Schaufenstern prangt auf diesen vielgekauften Büchern das neueste Porträt des von seinen Kollegen Thomas Mann und Hermann Hesse so hochgerühmten Romanciers. Grau, aber nicht greis, den Hut etwas verwegen aufgesetzt, den Schnurrbart gezwirbelt, in elegantem englischen Anzug — selbstschonender Narzißmus vertreibt das Altern und den Tod.
Der schwedische Schriftsteller John Landquist, von dem 1920 in der „Imago“ ein interessanter Aufsatz über „Das künstlerische Symbol“ erschienen ist, hat sein älteres Buch über Hamsun nun durch vom Dichter ausgehende authentische biographische Daten sowie Ausführungen über die neueren Werke des großen Norwegers ergänzen können.1
Da ist zunächst festzustellen, daß in der Erzählung des Achtzehnjährigen „Björger“, die mir seinerzeit nicht zugänglich war, schon dieselbe Einstellung zur Liebe sich findet, wie ich sie als für typisch bei Hamsun festistellen