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Max Scheler gehört zu den Denkern, deren Forschungen im innigsten Wechselverhältnis mit der Arbeit der konkreten Wissenschaften stehen. Einerseits besitzt er eine Kraft der Synthese und Synopsis, die ihn fähig macht, die Fülle der Ergebnisse heutiger wissenschaftlicher Forschung zu einer Einheit zusammenzuschmelzen, anderseits versteht er die prinzipiellen Fragen, die in der wissenschaftlichen Tagesarbeit oft ihre Schärfe verlieren, die latenten philosophischen Voraussetzungen psychologischer, biologischer, physikalischer Theorien mit einer Klarheit und Präzision herauszustellen, die für die speziellen Wissenschaften selber höchst lehrreich und beachtenswert ist.
Die Psychoanalyse hat besonderen Grund, Sch elers Gedanken Aufmerksamkeit zu schenken. Trotz seiner Kritik (in „Wesen und Formen der Sympathie“) haben seine Forschungen oft nahe Verwandtschaft mit psychoanalytischen Ein