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Der Verfasser erschließt der Kinderpsychologie — und der Psychologie überhaupt — eine, wie sich zeigt, sehr belangvolle neue Quelle: die Autobiographie. Die Psychoanalyse hat des öfteren auf den psychologischen Gehalt der Autobiographien und auf die Möglichkeit hingewiesen, aus ihnen bestätigendes Material für ihre Befunde zu gewinnen. Reichardt hat diesen Wunsch erfüllt. Zweitausend Biographien sind durchgearbeitet, und der ganze Schatz von Früherinnerungen, den sie enthalten, ist von Reichardt sorgfältig geborgen und umsichtig geordnet. Von den bearbeiteten Autobiographien reichen 54% in die erste Kindheit zurück, von diesen sind etwa 38% datierte Früherinnerungen. Wir stehen erstaunt vor einer reichen Fülle von höchst interessanten Erinnerungen, von denen eine ganze Reihe bis ins erste Lebensjahr zurückreicht. Die Psychoanalyse darf sich dieser Publikation freuen, sie bringt für eine recht große Zahl von ihr zuerst behaupteter Tatbestände neuartige Belege, die