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Das Parteileben ist in doppelter Hinsicht irrational: erstens hinsichtlich der Ziele, die nicht im Zweckrationalen liegen, zweitens aber auch hinsichtlich der Sozialtheorien, die jede Parteibestrebung sich aufbaut und deren „katathymer“ Charakter sich aufdrängt. Aber auch die Wahl der Mittel ist irrational. Die so schlecht realitätsangepaßten extremen Tendenzen von rechts und links, die überwertigen Ideen des „Siegfriedens“ einerseits und der Weltrevolution anderseits seien Beispiele aus der jüngsten Zeit. — Doch dürfe der Hinweis auf das Emotionelle des politischen Lebens nicht für dessen Minderbewertung aus genützt werden: „denn die Leidenschaften des politischen Lebens können wohl einerseits von Übel sein, anderseits aber verleihen sie ihren Trägem die Möglichkeit von Betätigung und seelischer Entspannung; manches sonst Unerledigte fließt in den Strom des politischen Affektes ein.“