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Nach Souques und Brissaud bezeichnet man als Palilalie pathologische Wort- oder Silbenwiederholungen. Zuweilen tritt sie auch in der Schriftsprache auf als paligraphische Schreib Störung. Die Verfasser haben sich die Aufgabe gestellt, an Sprachmaterial einer alten Kultursprache, des Hebräischen, die Fälle zu untersuchen, in denen ohne Vorliegen krankhafter Ursache, der sprachliche Ausdruck iterative Merkmale annimmt. Es wird zunächst iteriert, wenn ein außerordentlich starker Affekt vorliegt. So weist z. B. Davids Klage um Abschaloms Tod zahlreiche Iterationen auf: bnij abschalom bnij bnij abschalom … usw. (mein Sohn Abschalom, mein Sohn, mein Sohn Abschalom usw.). Als Ausdruck tiefster Entrüstung über eine ungeheuerliche Zumutung finden wir (2. Sam. 20, 20): chalilah chalilah. (fern von mir, fern von mir). Hieher gehört auch die Dopplung der sonst üblichen Farbenbezeichnungen adom = rot und jaraq = gelb, bei der von Abscheu begleiteten Beschreibung des Aussätzigen (Lev. 13 u. 14) zu adamdam und jraqraq (etwa: „rorot“ und „gegelb“). Des ferneren wird iteriert, wenn durch Wiederholung eines Satzteiles, eines Wortes oder einer Silbe eine Intensivierung des Redeinhaltes erreicht werden