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Das vorliegende Buch stellt die Graphologie in neuen, äußerst vielversprechenden Zusammenhängen dar. Das wertende Vorurteil, die Bestimmung des Formniveaus einer Schrift, das Ludwig Klages als Grundlage der graphologischen Analyse postuliert, ist von den Verfassern als zu eng erkannt worden. Die Hinwegsetzung über diese und andere, die freie Forschertätigkeit hemmenden Schranken, das Heranziehen lange verkannter Resultate der französischen Graphologie und endlich eine lebendige Kenntnis des Wesens der Psychoanalyse haben die Verfasser Problemen gegenübergestellt, deren Vielgestaltigkeit und Fülle dieses Buch außerordentlich anregend macht. Im wesentlichen will die Schrift den großen Problemreichtum aufzeigen, der sich einem unvoreingenommenen Auge enthüllt. Damit aber fordert das Büchlein letzten Endes eine neue psychologische Begründung der Graphologie, die — das dürfte bereits feststehen, — sich in wesentlichen Punkten auf psychoanalytische Ergebnisse wird stützen müssen.
Eine historische Einführung in die Symbolbedeutung des europäischen Schriftelementes, des Buchstabens, führt über einen Abriß über die Schriftentwicklung zum vierten Kapitel, das dem Kernproblem gewidmet ist. An Hand einiger ausgezeichnet durchgeführter Analysen tritt uns hier der ganze Reichtum neuer psychologischer Möglichkeiten vor Augen.