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Bruhn nimmt in diesem Buche weniger Stellung zur okkultistischen Lehre seihst als zu ihren Forschern und Anhängern und der Art der Forschung. Er kritisiert die Urteilsfähigkeit der okkultistischen Autoren, und zwar, um die Frage radikal zu erledigen, gleich die ihrer bedeutendsten Vertreter. Männer wie Driesch, Willstetter, Thomas Mann, Klages und noch über fünfzig weitere Persönlichkeiten von geistigem Rang unterzieht er — im übrigen ihren Wert anerkennend — in bezug auf ihre Einstellung zum Okkultismus seiner Kritik. Er bringt Stellen aus ihren Gutachten und sonstigen Äußerungen und weist immer wieder nach, daß die Forscher von vornherein eine affektive Einstellung zum Okkulten haben, von vornherein ihm mit Wünschen und Erwartungen entgegentreten, dementsprechend auch keine exakten wissenschaftlichen Experimente anstellen, sondern sich unkontrollierbaren oder mangelhaft kontrollierten Beobachtungen wunderbarer Begebenheiten hingeben. Er vergleicht sie Hypnotisierten, denen aber niemand sagt, daß sie hypnotisiert sind, und die niemand weckt. Er spricht vom „hypnotischen Unfall“, der entsteht, wenn man — und zwar meint Bruhn jedermann — das gefährliche Gebiet nur betritt; dann weiche das wache kritische Denken der Macht der Hypnose, die von der Persönlichkeit des Mediums und seines Versuchs letters, unterstützt durch wiederholte mündliche und gedruckte Beteuerungen anderer — von Bruhn ebenfalls als „hypnotisiert“ bezeichneter — Gewährsmänner, ausgeht. Es gibt nur eine Errettung aus diesem Zustand, eine Heilung, das ist — wenn möglich — die Selbstbesinnung auf diesen „hypnotischen Unfall“, und bei Menschen, die dies aus eigener Kraft, nicht können, Hilfe durch andere Menschen, die die Hypnotisierten aus ihrer Hypnose erwecken. Hier und an einer früheren Stelle nimmt Bruhn Bezug auf die Psychoanalyse. Ehe ich darauf näher eingehe, möchte ich zu dem bisher Referierten Stellung nehmen.
In der Anschauung, daß beim heutigen Stand des Okkultismus das Okkulte und zu Erforsch