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Allwohn versucht mit Hilfe psychoanalytischer Erkenntnisse eine neuartige Deutung der seltsamen Eheschicksale des Propheten Hosea zu geben, Hosea
erhielt bekanntlich von Jahwe den Befehl, eine Dirne zu heiraten. Nachdem sie ihm drei Kinder geboren hatte, verstieß er sie, nahm sie aber später wieder an.
Allwohn ist ängstlich bemüht — er betont es mehrmals — nur diejenigen Forschungsergebnisse der Psychoanalyse zu verwerten, die auch von den Gegnern der Tiefenpsychologie anerkannt werden. Er verrät deshalb eine starke Unsicherheit und verwickelt sich auch in Widersprüche. Er lehnt vor allem ausdrücklich ab, „die Manier der Freudschen Schule, alles, auch die Religion, auf Sexuelles zurückzuführen“. Dabei führt er aber aus: „Hoseas Sexualität verlief im Unbewußten; … und kommt so im Hoseabuch auch nicht in klarer Ungebrochenheit, sondern in gewisser verschrobener Weise zum Ausdruck. “Ferner; „So suchte die eingeklemmte Sexualität des Hosea eine Stelle, an der sie in plötzlichem, unregulierbarem Aufstieg zur Entspannung gelangen konnte. Und diese Stelle fand sich in der von Hosea in der Ekstase von 1, 2 erlebten Verpflichtung, um der Größe seines Gottes willen das ‚Huren‘ des Landes irgendwie anzupacken und seinen Volksgenossen als Sünde zum Bewußtsein zu bringen. Hier konnte sich die Sexualität aus dem Unbewußten heraus äußern, allerdings in der Form einer ‚Affektverschiebung‘, d. h. nicht die zur Entspannung gelangende Wunschregung wurde mit aller Leidenschaftlichkeit betont und mit den intensivsten Gefühlen (Affekten) begleitet, sondern die Unterwerfung unter die Forderung Jahwes. Der Affekt wurde vom Sinnlichen auf das Religiöse verschoben.“
Allwohn führt also, entgegen seiner Versicherung, selber das Religiöse auf das Sexuelle zurück. Bei den Deutungsversuchen gelingt es ihm auch nicht, den Kern des seelischen Konfliktes bei Hosea herauszuschälen, da ihm die stark inzestuösen Triebregungen des Propheten verborgen blieben.
Die Dimenehe ist eine Darstellung der Ehe Jah