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Der alte Gegner der Psychoanalyse, Hoche, schrieb jetzt ein Buch über den Traum, der doch nach Freud die „via regia“ zum Unbewußten bildet. Sein Urteil über die Psychoanalyse hat sich aber auch dabei nicht geändert. Die psychoanalytische Traumlehre wird erst ganz spät in einem Kapitel „Traummystik“ zusammen mit der Frage nach prophetischen Träumen und den „bekannten, auf schlechtem Papier gedruckten Traumbüchern, die man in den Schubladen der Köchinnen findet“, (S. 169), abgehandelt: Die Psychoanalyse ist keine Wissenschaft, ihre Anerkennung eine Glaubensangelegenheit. Man könne kritisch an sie nicht heran, weil der Psychoanalytiker auf jede Kritik nur erwidere, man hätte nicht verstanden, oder, das kritisierte Detail gehöre nicht zum Wesen der Psychoanalyse. „Es ist so, als wenn in einem Religionsgespräch zwischen Katholiken und Protestanten der Calvinist Punkte der Lutherischen Lehre preiszugeben bereit ist“ (S. 171). Demgegenüber zitiert Hoche richtig den wesentlichen Inhalt der Freud sehen Vorlesungen über den Traum, ohne aber die Begründung der Freudschen Meinungen mitzuzitieren, um sie dann durch den Hinweis auf die Unsicherheit der mitgeteilten Traumtexte oder durch Bemerkungen wie die folgenden zu widerlegen: „Da die Erfahrung der besten Träumer nichts davon weiß, daß alle Träume eine Wunscherfüllung bedeuten, … wird der behauptete Wunsch in das Unbewußte verlegt; das ist nützlich und bequem; denn man kann dort nicht hin, und man ist infolgedessen nicht widerlegbar; wenn man nicht widerlegbar ist, hat man seine These bewiesen. Dieser Satz. … bildet das eigentliche Fundament für die Daseinsmöglichkeit der ganzen psychoanalytischen Lehre (S. 175). »Von der Zensur merkt zwar kein Träumer jemals etwas; sie ist aber doch vorhanden, weil es ohne sie mit der Theorie nichts wäre“ (S. 176). Oder nach Behandlung der Symbollehre: „Der besonnene Leser wird genug haben an Unwahrscheinlichkeiten, Willkürlichkeiten, Schiefheiten; es wird ihm unbehaglich werden, wenn er sic