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„… eigentlich ergreift der Aberglaube nur falsche Mittel, um ein wahres Bedürfnis zu befriedigen, und ist deswegen weder so scheltenswert, als er gehalten wird, noch so selten in den sogenannten aufgeklärten Jahrhunderten und bei aufgeklärten Menschen.
Denn wer kann sagen, daß er seine unerläßlichen Bedürfnisse immer auf eine reine, richtige, wahre, untadelhafte und vollständige Weise befriedige; daß er sich nicht neben dem ernstesten Tun und Leisten, wie mit Glauben und Hoffnung, so auch mit Unglauben und Wahn, Leichtsinn und Vorurteil hinhalte?“
Albrecht Dürers Kupferstich „Melencolia I“, ungefähr gleichzeitig (1514) mit „Hieronymus im Gehäus“ (1514) und „Ritter, Tod und Teufel“ (1513) entstanden und mit diesen Blättern, namentlich dem „Hieronymus“ gern in einen inneren Zusammenhang1 gebracht, hat durch seine krause Symbolik