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Spiritus flat, ubi vult.
Die Disziplin der Ästhetik, die noch immer zwischen normativer und psychologischer Betrachtungsweise schwankt, untersucht innerhalb der Kategorie des Komischen auch die Entstehung, die Mittel und die Lustwirkung des Witzes.
Soweit meine allerdings beschränkte Kenntnis reicht, ist es bisher keinem ernstzunehmenden Forscher dieser Wissenschaft eingefallen, die geheimnisvollen seelischen Vorgänge des künstlerischen Schaffens und diejenigen Prozesse, die man als Witzarbeit bezeichnen kann, in Zusammenhang miteinander zu bringen. Eine solche Verbindung scheint sich schon durch den ungeheuren Abstand des Produktes beider Leistungen, etwa eines Shakespeare-Dramas und eines gelungenen Witzwortes zu verbieten. Ein solcher Eindruck mag vielleicht den Ästhetiker von einem Versuch, hier Zusammenhänge finden zu wollen, abschrecken. Er wird den Psychologen, dem Werturteile fernliegen, nicht abhalten, wenn dieses Beginnen ihm durch andere Gesichtspunkte nahegelegt wird. Ein solcher Vergleich der künstlerischen Konzeption und der Witzarbeit braucht auch keineswegs Übereinstimmungen in den meisten Punkten anzustreben und zu ergeben. Manchmal liefert gerade die Berücksichtigung der entscheidenden Differenzen neben der der Gemeinsamkeiten überraschende Aufschlüsse. Für den psychologischen Forscher wird es schon wertvoll sein, wenn ein Stück Übereinstimmung ihm einen Zugang zu bisher ungeklärten und unverstandenen Sachverhalten eröffnet, auch wenn die eigene Fähigkeit, die Probleme zu lösen, nicht ausreichend ist.
Vielleicht kann ich die Entrüstung, die angesichts eines so „blasphemischen“ Vergleiches aufsteigen will, ein wenig beschwichtigen, wenn ich