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Freud hat sich von Beginn seiner Forschung an durch die Überzeugung leiten lassen, daß alle seelischen Vorgänge nichts anderes als ein Teil des Naturgeschehens seien. Dementsprechend gelangte er zu Hypothesen, die denen ähnlich sind, welche jede Naturwissenschaft auf einem gewissen Stadium ihrer Entwicklung erreicht. Eine Hypothese dieser Art ist die Annahme psychischer Energien, die die Arbeitsleistungen des psychischen Apparats ermöglichen. Freud trifft sich in dieser Hypothese mit Psychologen, die von ganz anderem Material ausgegangen sind. Vorläufig ist aber der konkrete Dienst, den solche Annahmen der Psychologie leisten, recht gering, da eine konsequente Diskussion noch nicht unternommen wurde. Ein wichtiges und dringliches Stück dieser Diskussion wird durch Freuds Bemerkung in „Das Ich und das Es“ hervorgehoben: „Ohne Annahme einer verschiebbaren Energie kommen wir überhaupt nicht aus. Es fragt sich nur, woher sie stammt, wem sie zugehört und was sie bedeutet.“ [20, S. 388.]
Die Diskussion der Befunde und Annahmen der psychologischen Forschung unter dem Axiom, daß alles Psychische nur ein Teil des Naturgeschehens sei, verdient vielleicht als theoretische Psychologie abgegrenzt und gepflegt zu werden. [12, S. 102.]
Als Ausgangspunkt dieser Diskussion könnte folgende Erwägung dienen: Ist das Psychische ein Teil des Naturgeschehens, so müssen die Gesetze, die für alles Naturgeschehen als gültig erkannt wurden, auch für das Psychische