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Die Diskussion der Anwendbarkeit des Energiebegriffs auf das Psychische pflegt von der Frage auszugehen, ob es eine „eigene“ psychische Energie gebe.1 Es ist kaum sinnvoll im psychologischen Zusammenhang von Energie zu reden, wenn das Wort nicht im physikalischen Sinn gemeint wird, wenn mit ihm nicht — und wäre es auch bloß ernstlich heuristisch — das Postulat aufgestellt wird, die psychischen Leistungen als Energieverschiebungen zu verstehen, wie jede andere Leistung in der Natur auch. Dabei ist die Benennung eines gewissen Energiequantums als „psychisch“ die nebensächlichste Frage. Die wesentliche Bedeutung des Energiebegriffes liegt darin, daß all die Mannigfaltigkeit mechanischer, elektrischer usw. Vorgänge einheitlich begriffen werden kann als miteinander vergleichbare, in bestimmten, errechenbaren Quantitäten einander äquivalente Größen. Die „eigene“ psychische Energie ist sinnvoll nur, wenn gesagt sein will: es gibt auffindbare Gesetze, nach denen sich bestimmte physikalische Energien in psychische „verwandeln“; es gibt quantitative Äquivalente zwischen physikalischen und psychischen Arbeitsleistungen. Aber wenn es so etwas gibt,