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Über das Kindergebet handelt eine größere Arbeit von Reik. Seine Untersuchung, durch zahlreiche schöne Kinderanekdoten illustriert, führt zu dem Resultat, daß das Kindergebet entweder eine Maßnahme zur Angstbeschwichtigung oder eine dem Kinde fremde, von außen aufgezwungene Angelegenheit ist. Sadger zeigt, wie auch wohlwollende Eltern Liebesäußerungen ihrer Kinder mißverstehen und diese durch ungerechtfertigte Zurückweisungen schwer kränken können. Baudouin macht an Hand eines (nicht analysierten) Falles darauf aufmerksam, wie manchmal zunächst unverständliche neurotische Symptome durch die Beachtung begleitender, wenig störender Nebensymptome, die in ihrem Sinn leichter durchschaubar sind, verständlich gemacht werden können. Pipal teilt von ihm gesammeltes Material zur Phantasie der Geschlechtsumwandlung mit, das zu dem erwarteten Resultat führt, daß von Pubertätsjungen neunzig Prozent Jungen bleiben wollen, dagegen von Pubertätsmädchen sechsundachtzig vorzögen, Jungen zu sein. Heilpern weist darauf hin, daß die psychoanalytische Beobachtung des Betragens von Kindern beim Kaufen und Verkaufen nationalökonomisch bedeutungsvolles Material liefern müßte, ohne daß das von ihm selbst diesbezüglich mitgeteilte Material irgendetwas zu bieten scheint. Außerdem enthält dieses Heft an leitender Stelle eine Erwiderung von Meng auf eine Protesterklärung des „Vereins Katholischer Deutscher Lehrerinnen“ gegen die Psychoanalyse, der nach dem „eingehenden Studium“ eines Probeheftes der Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik erfolgte, das keinen ganzen Aufsatz, sondern nur unzusammenhängende sogenannte „Probeseiten“ enthielt, und der unter anderem auch eine Stelle aus einem Aufsatz von Hodann zitiert, der nie in der Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik erschienen und daher auch in keinem „Probeheft“ enthalten ist.
Fenichel (Berlin)