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Eine dreifache Nummer als Sonderheft über das für die analytische wie für die pädagogische Praxis gleich wichtige Gebiet des Selbstmordes und seiner Prophylaxe. — Seit der Diskussion der Wiener Vereinigung im Jahre 1910 (auf der auch die meisten Beiträge dieses Heftes basieren) ist über dieses Thema keine analytische Arbeit erschienen, so daß man erwartungsvoll an die Lektüre geht. Mit Recht wird überall darauf aufmerksam gemacht, daß die seit der Wiener Diskussion in Gang gekommene psychoanalytische Erforschung der Melancholie das Gebiet ist, dem wir den weiteren Ausbau unseres Wissens über die Psychologie des Selbstmordes verdanken. Leider erhält man aber den Eindruck, daß die Autoren dieses Heftes dieses Gebiet noch nicht genügend herangezogen haben. Zwar wird die viel zitierte Äußerung Freuds, daß wohl niemand zum Selbstmörder werde, der nicht Mordinipulse gegen ein Objekt verspüre, das er gleichzeitig symbolisch mittöte, ergänzt durch häufige Hinweise auf die Rolle, die dabei die Identifizierung spiele, auch zitiert Federn die neuere, für die Psychologie des Selbstmordes so bedeutungsvolle und so erläuterungsbedürftige Äußerung Freuds: „Leben ist also für das Ich gleichbedeutend mit Geliebtwerden, vom Über-Ich-Geliebtwerden … Das Über-Ich vertritt dieselbe schützende und rettende Funktion, wie früher der Vater … Das Ich sieht sich von allen schützenden Mächten verlassen und läßt sich sterben”, aber in dem bearbeiteten analytischen Material scheinen die hier angedeuteten Mechanismen zu wenig berücksichtigt. (Das Motiv „vom Über-Ich-Verlassensein fehlt auch in der sonst so ausgezeichneten schematischen Übersicht, die Bernfeld über unser Wissen über die unbewußten Vorgänge beim Selbstmörder auf S. 355 gibt.)
Die Beiträge selbst lassen sich einteilen in theoretische, kasuistische und in solche, die die Psychoanalyse auf das Selbstmordmotiv in Dichtwerken anwenden.
Von den theoretischen Beiträgen haben einige mehr den Charakter zusammenfassender Referate, so der kriti