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Nach Graber steht das kleine Kind und auch noch der Erwachsene der „Individuation”, dem Verlust der ursprünglichen, Ich und Welt umfassenden Alleinheit ambivalent gegenüber. Die Entdeckung der Objektwelt mit ihren Folgen ist, wie zuerst Andreas-Salomé und seither- verschiedene Autoren — erst unlängst Freud im Begriffe des „ozeanischen Gefühls“ —gezeigt haben, nicht nur Lustquelle, sondern auch in mancher Hinsicht Versagung. Deshalb fürchte man nicht nur, die Individuation zu verlieren, man fürchte auch ihre Existenz. Die Anwendung dieser Überlegungen auf einen bestimmten analytisch behandelten Fall scheint bei Graber deshalb nicht gelungen, weil das Material rein analytisch noch zu wenig geklärt ist; es scheint, daß unnötig auf Konflikte zwischen Ich und Über Ich zurückgegriffen wird, wo es sich nur um solche zwischen Ich und Es handelt.
Achelis betont die Vorzüge, aber auch die Schwierigkeiten der psychoanalytischen Therapie des Stotterns. Die wesentlichen Unterschiede gegenüber der nichtanalytischen Therapie scheinen uns nicht immer an den richtigen Stellen gesehen. Die Formel: „Der Analytiker kann nur so weit helfen als der Analysand tatsächlich will”, scheint uns, obwohl gewiß in einem gewissen Sinne richtig, doch gefährlich; sie könnte dem Analytiker Gelegenheit zu unerlaubter Entschuldigung bei mißlungenen Analysen geben.
Der von Westerman-Holstijn mitgeteilte Traum eines noch nicht dreijährigen Mädchens, der die Reaktion auf die Geburt eines kleinen Brüderchens darstellt, enthält zwei sehr interessante Details: Das eine ist die ungenügende Unterscheidung zwischen Traum und Wirklichkeit in diesem frühen Alter, das zweite, daß das Kind, das zunächst erzählte, es sei über den Traum sehr erschrocken, nach einigen Tagen, offenbar unter dem Einfluß der Verdrängung, erzählt, es hätte über den Traum sehr gelacht.
In kleineren kasuistischen Mitteilungen bestätigt Sterba den oralen Ursprung des Neides, Hitschmann den analen bildhauerischer Interessen; die Hexenangst eines