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Die vorliegende Antrittsvorlesung des Zürcher Dozenten Muschg ist eine eindeutige Zusage des modernen Literarhistorikers an unsere Wissenschaft.
Muschg hat sich kritisch und gründlich mit allen Vertretern der Psychoanalyse und ihrer Nebenerscheinungen auseinandergesetzt. Er geht bedingt mit Jung, verwirft Stekel, hält sich bei Adler nicht lange auf und erfährt endlich die Vertiefung in der Lektüre Freuds und seiner Schüler. Durch den abgelehnten Sadger, mit seinem „bisweilen ans Zynische streifenden Rationalismus und Schematismus“ läßt er sich den Blick für das Wesentliche der psychoanalytischen Forschung nicht trüben: „Zu Ehren der Bewegung ist zu sagen, daß solche Schriften nie den wahren Stand ihres literaturwissenschaftlichen Interesses verraten haben.”