You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Eine Studie über die Formprobleme der klassischen bildenden Kunst führt zum Resultat, daß die Kunstwerke unbewußt Repräsentanzen der Genitalien unter dem Gesichtswinkel des Kastrationskomplexes darstellen. Die Errichtung eines „großartigen Penis“ soll die Kastration widerlegen. Daneben sind Spuren aus früheren Entwicklungsstufen der Libido nachweisbar.— Auch die Ornamentik des Tätowierens sei nicht, wie Sydow meinte, prüphallisch-narzißtisch und hauterotisch, sondern auch sie repräsentiere die Kastration, beziehungsweise ihr Ungeschehenmachen.— Auf die Motivation des künstlerischen Schaffens überhaupt, wie sie im Anschluß an Freud von Sachs untersucht wurde (“Gemeinsame Tagträume”, „Kunst und Persönlichkeit”), wird nicht Bezug genommen.
Fenichel (Berlin)