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Im Vorwort wehrt sich der Verfasser, evangelischer Theologe, gegen den möglichen Verdacht, er sei der Meinung, die Wissenschaft, das Wissen um das religiöse Erleben im Jugendalter, könne allein „die religiöse Not unsere Jugend“ beseitigen. Er wünscht, nicht mißverstanden zu werden, als glaube er, „man könne erstorbenes religiöses Leben etwa auf dem Wege psychologischer Einfüblung wieder zu neuem Wachstum erwecken“. Aber, wenn man der Jugend in ihrer religiösen Not weiterhelfen will, müsse man sich zunächst mit der Eigenart der jugendlichen Religiosität beschäftigen. Die religiöse Not der Jugendlichen sieht der Verfasser darin, daß sie zu wenig Religion haben. Gehen doch einige Jugendführer so weit (man vgl. Eicheles Zitate auf S. 346), strikt zu erklären, daß echter Jugendgeist und Religion sich miteinander nicht vertragen. Eichele spricht also den Mangel an Religiosität bei der Jugend auch dort als religiöse Not an, wo dieser Mangel von der Jugend gar nicht als Not empfunden, wo dieser Mangel nicht „erlitten“ wird. Ist es in solchen Fällen noch am Platze, von einer Not der Jugend zu sprechen, wo höchstens von einer Not einer Kirche oder der Religion überhaupt die Rede sein könnte? Wenn zum Beispiel in einer Bevölkerungsschichte der Weinkonsum zurückgeht, werden die Winzer oder die Weinhändler vielleicht von ihrer eigenen Not, aber doch keinesfalls von einer Alkoholnot jener Bevölkerungsschichte sprechen.
Die Frage, ob man die Jugend als spezifisch religiös beziehungsweise als spezifisch unreligiös bezeichnen könne, will übrigens der Verfasser in seinem