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Es kann sich für den Bearbeiter jedes geisteswissenschaftlichen Gebietes als notwendig erweisen, neben den Fragen seines eigentlichen Faches auch Problemstellungen benachbarter Gebiete zu berücksichtigen. Für die Kunstwissenschaft etwa, das Spezialgebiet des Verfassers, wurden in den letzten Jahrfünften psychologische, soziologische und psychoanalytische Fragestellungen wichtig. Es ergaben sich dabei mancherlei Schwierigkeiten, die bewußtseinspsychologischen und soziologischen Gesichtspunkte mit den psychoanalytischen störungslos zu vereinigen. Das Folgende stellt einen Versuch dar, die verschiedenen Arten der Fragestellung in leicht durchschaubarer Ordnung so miteinander zu verbinden, daß jeder ihr Recht bleibt, ohne daß der anderen das Konzept verdorben wird. Und zwar scheint damit ein Arbeitsschema gegeben, das nicht nur bei der wissenschaftlichen Behandlung von Kunstwerken, sondern bei der aller von Menschen stammenden Werke mit Vorteil angewendet werden kann. Das Neue, das versucht wird, bringt also im wesentlichen keine neuen sachlichen Ergebnisse, sondern nur deren methodische Anordnung für die jeweilige Arbeit. Die Tatsachen selbst sind dem Wissenschaftler zum größeren Teil bereits bekannt.