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Ein sehr interessantes Dokument für die immer mehr fortschreitende Fühlungnahme zwischen östlicher und westlicher Wissenschaft ist das Werk des gelehrten siamesischen Autors Lŭông Vichitvathkan, das unter dem Titel „Khŭam Fân” („Über den Traum”) im Jahre 2472 der mit dem Tod Buddhas (545 v. Chr.) beginnenden buddhistischen Ära (also n. Chr.) erschienen ist. Es umfaßt zwei Bände, deren erster (lăksănă khong khŭam făn) eine Darstellung der allgemeinen Traumtheorie gibt, während der zweite Teil (vitthi ple khŭam făn lě khăm thămnai) eine Übersicht über die Traumdeutungen verschiedener Autoren, Zeiten und Völker bringt.
Das Werk, das überall die eifrige Beschäftigung mit der dem gebildeten Siamesen vor allem durch das Medium der englischen Sprache zugänglichen europäischen Wissenschaft verrät, ist wohl das erste Werk in der Thai-Sprache, in dem sich eine ausführliche Behandlung der Psychoanalyse (= kan jek thatu hŭă chai) Prof. Sigmund Freuds (= than sikmăn[d] froi[d]) findet. Nach einem einleitenden Kapitel, „Was ist der Traum”, wird zu den verschiedenen Theorien übergegangen, die von Aristoteles bis Freud über dessen Ursprung aufgestellt worden sind. Nach der Besprechung einiger allgemeiner Eigenschaften des Traumes werden drei Autoren behandelt, deren Werke Lŭông Vichitvathkan einer solchen separaten Hervorhebung für besonders würdig erachtet: Artemidoros von Daldis, der Pali-Autor Nănthāchān (Nandāchâriya) und Freud. In dem nun folgenden systematischen Teil werden zunächst Träume behandelt, die aus äußeren Reizen und Ursachen entspringen, sodann die, welche ihre Entstehung inneren Reizen und Ursachen (Erinnerung und Wunsch) verdanken; darauf folgen Träume, in denen dem Träumenden früher nicht gehabtes oder nicht bewußtes Wissen vermittelt wird, oder durch welche eine Sinnesveränderung bewirkt wird; ein Abschnitt über prophetische Träume, die vom Autor recht kritisch betrachtet werden, bildet den Abschluß.
Kurze biographische Angaben über den Begründer der Psychoanaly