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Während der psychoanalytischen Arbeit an einem Ticfall, den ich früher in der Internationalen Zeitschrift für Psychoanalyse publiziert habe,1 kam ich auf den Gedanken, die bekannte James-Langesche Theorie psychoanalytisch zu beleuchten. Dieser Gedanke lag nahe, da das Ergebnis der Analyse zeigte, daß in dem Falle Ausdrucksbewegungen, nämlich die motorischen Muskel-reflexe des Weinens und der Zwang zum Schreien, als Krankheitssymptome in Erscheinung traten, während die Patientin nichts von der Herkunft dieser Symptome wußte, die in diesem Falle in der Reaktion auf eine frühe Beobachtung des elterlichen Koitus wurzelten. Im folgenden seien die Schlußfolgerungen dargestellt, die sich bei einer solchen Betrachtung ergeben.
William James bringt Gemütsbewegungen und „Instinkte“ in ein nahes Verhältnis zueinander. Er sagt, daß jedes einen Instinkt auslösende Objekt auch eine Gemütsbewegung bewirkt. Da die Frage des Instinktes noch wenig geklärt ist, und verschiedene Forscher darunter Verschiedenes verstehen, so ist es am Platze, erst zu erklären, was William James unter „Instinkt“ versteht. Er bleibt nicht vor der wunderbaren Zweckmäßigkeit des Instinktes in Bewunderung stehen und teilt nicht die althergebrachte Annahme, daß das Tier eine Vorkenntnis von dem Ziele seiner instinktiven Handlung besäße. Der Instinkt ist ihm ein Resultat der Entwicklung. Wie ja jeder Körperteil seiner Arbeit zweckentsprechend angepaßt ist und deshalb