You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
In der Diskussion um die Sublimierung, die in der letzten Zeit lebhaft geworden ist, hat bloß ein Aspekt der ganzen Frage Aufmerksamkeit gefunden: das Triebschicksal Sublimierung. So wichtig Forschungen in dieser Richtung sind, so verlangen sie doch eine ergänzende Betrachtung auch der anderen Gesichtspunkte, die in der Freudschen Konzeption der Sublimierung enthalten sind. Einige Unstimmigkeiten und Schwierigkeiten, die mit dem Wort Sublimierung mehr als mit den gemeinten Fakten verbunden sind — auf die ich seinerzeit hingewiesen habe,1 die unlängst Glover2 umfänglicher ausführte, und auch Sterba3 bestätigt, indem er sie zu lösen unternimmt —, mildern sich, wenn wir beachten, daß der Gebrauch des Wortes Sublimierung bei Freud und in der Psychoanalyse mehrdeutig ist. Aber, was wichtiger ist als die terminologische Frage, auch sachliche Probleme werden dadurch klarer und laden zu intensivierter Forschungsarbeit ein.
Die Termini, die wir in der Psychoanalyse gebrauchen, sind nicht alle von der gleichen logischen Natur. Wir haben zwar natürlich eine große Anzahl von Ausdrücken, die genau dem entsprechen, was man gemeinhin von einem Terminus einer Wissenschaft erwartet: daß sie einen bestimmten, wohlabgegrenzten Zustand oder Vorgang eindeutig bezeichnen. „Verdrängung“, „Vbw“, „Ödipussituation“ usw. sind solche Begriffe. Aber außer diesen Terminis haben wir auch eine Gruppe von Ausdrücken, die weniger scharf sind,