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I) Die sehr interessante und eingehende Kritik, deren Bálint und Csillag unsere Arbeiten gewürdigt haben, schreibt uns eine Einstellung zu, die uns nicht geleitet hat und mit der wir unsere Arbeiten auch nicht gelesen wissen möchten. Wir haben nicht beabsichtigt, die „Möglichkeit einer Libidometrie zu beweisen“, sondern unsere Aufgabe war: einige Hauptpunkte des sehr umfangreichen Problemkreises sorgfältig zu erwägen, um durch diese theoretische Klärung Voraussetzungen, also eine Arbeitschypothese, zu gewinnen, die durch experimentelle Forschung beweisbar oder widerlegbar wären. „Falls die in den voranstehenden Kapiteln gegebenen Erörterungen im wesentlichen richtig sind, dann scheint uns die Frage nach der Meßbarkeit der Libido grundsätzlich, d. h. theoretisch positiv beantwortbar“ sagen wir z. B. auf Seite 61 und zählen die Hypothesen auf, die auf Verifizierung oder Widerlegung warten.1 Solltediese unsere Absicht, durch fruchtbare, verifizierbare Fragestellungen Experimentalforschungen vorzubereiten, nicht genügend deutlich geworden sein, so sei sie hier gerne noch einmal betont. Daß einige wichtige Begriffe, vor allem der des Systems Zelle und seiner Energien, nicht präziser gefaßt werden konnten, bedauern wir mit Bálint und Csillag. Bei unserer Grundeinstellung ist aber der Grad der Präzision unserer Begriffe abhängig von dem jeweils erreichten Niveau der physiologischen und der psychologischen Forschung. Logisch befriedigende Scheinpräzision ist weniger geeignet, den Ausgangspunkt für empirische Forschungen zu fixieren, als vorläufige Begriffe, die das einigermaßen gesicherte Material im groben vorordnen.
II) So haben wir uns auch keine unfruchtbare Mühe gegeben, Zentralnervensystem und Zentralapparat scharf zu sondern. Zentralapparat ist ein vorläufiger Begriff, von dem noch nicht entscheidbar ist, ob sich ihm das ganze Zentralnervensystem, und was sich ihm außer dem Zentralnervensystem noch einordnet. Mit unserer Formulierung, der Zentralapparat entspreche ung