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Die Arbeit diskutiert in spekulativer Weise Probleme der Trieblehre, besonders das Verhältnis der Triebarten zu den „Prinzipien“ des seelischen Apparates (Nirwana-, Lust-, Realitätsprinzip). Sie untersucht besonders, was eigentlich unter „Konstanzprinzip“ zu verstehen ist. Dabei wird gegen die Arbeiten von Bernfeld und Feitelberg polemisiert, indem erstens der Nachweis für die Auffassung, im Konstanzprinzip eine Spezialform des Entropiesatzes zu erblicken, Penrose mißlungen erscheint, zweitens aber auch, indem er den Begriff des „Systemduals“ für abwegig hält, in dem das Verhältnis von Zentralapparat zu Körperzellen mit dem von Zellkern zu Zytoplasma ohne jede Berechtigung analogisiert werde. Sehr interessant scheint die Auffassung von Penrose, daß das, was Freud „freie Energie“ nenne, der physikalischen „potentiellen“ Energie, d. h. der aktuell keine Arbeit lieferenden, entspreche, die Freudsche „gebundene“ Energie aber der physikalischen „kinetischen“. Penrose schlägt schließlich vor, zum Zwecke einer einheitlichen Auffassung der „Prinzipien“ und des Triebgeschehens den energetischen Gesichtspunkt mit dem historischen („Wiederholung“) zu verbinden und wieder bei den Fechnerschen Definitionen von Erregung, Reiz u. s. w. anzuknüpfen. Tut man dies, so verlieren die Begriffe „Nirwanaprinzip“ und „Todestrieb“ jegliche praktische Bedeutung, da es einen erregungslosen Zustand im Leben nicht gibt, und die Tendez nur dahin gehen könne, die Wirkung der unvermeidlichen Reize möglichst schnell auszugleichen und die ständig vorhandene Erregung möglichst konstant zu erhalten: Lustprinzip.
Fenichel (Berlin).