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Als Freud in seiner „Traumdeutung“ den Versuch unternahm, die psychischen Leistungen mittels eines Schemas zu versinnbildlichen, meinte er: „… wir dürfen unseren Vermutungen freien Lauf lassen, wenn wir dabei nur unser kühles Urteil bewahren, das Gerüste nicht für den Bau halten.“1
Wenn ich heute eine Modifikation des Freudschen Schemas vorschlagen werde, so könnte ein solches Unterfangen ungerechtfertigt erscheinen, da der Bau der analytischen Psychologie in den drei Dezennien seit dem Erscheinen der „Traumdeutung“ ohne bemerkbare Zuhilfenahme dieses „Gerüstes“ hoch emporgeschossen ist. Der Begriff des „Unbewußten“ hat sich zu dem des „Es“ erweitert und im „Ich“ wurde die so wichtige Stufe des „Über-Ichs“ erkannt. Es wäre vielleicht eher an ein Abtragen eines „Gerüstes“ zu denken, das sich für den weiteren Bau dermaßen überflüssig erwiesen hat. Doch wurzelt Freuds Schema des psychischen Apparates tiefer im Wesen der Dinge. Was uns zu dem Gedanken einer formellen Ergänzung führte, war die Absicht, mittels dieses Schemas des psychischen Apparates die empirischen Geschehnisse dynamisch einheitlich darzustellen. Ich glaube nämlich, daß wir, wenn wir mit den von Freud eingeführten energetischen Vorstellungen weiterkommen wollen, den strukturellen und vor allem den dynamischen Gesichtspunkt in der Metapsychologie in den Vordergrund stellen müssen, da beide weit mehr als das noch psychische Qualitäten repräsentierende