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Der Untertitel unterrichtet über die Absicht des Büchleins: „Gesammelt unter besonderer Berücksichtigung der Heilpädagogik (Psychopathenfürsorge). Leitlinien zur Erschließung geistiger und psychischer Schwierigkeiten und Leiden von Kindern und Jugendlichen. Für Jugendfrsorger, Jugendberater, Jugendhelfer, Lehrer, Erzieher und jugendfürsorgerisch tätige Ärzte.“ — Es handelt sich um eine in Fragen gegebene Anleitung zur Erhebung einer genauen und tiefgehenden Anamnese bei Fürsorgeschützlingen. Eine warnende Einleitung legt es erfreulicherweise dem Leser besonders warm ans Herz, die Fragen nicht als ein Schema zu betrachten, nach dem jedes Kind durchzufragen sei, sondern als eine in Einfühlung zu benutzende Anleitung, woran man überhaupt zu denken habe, was in Betracht kommen könnte. Eine ausführliche Erläuterung der Fragen in Fußnoten gibt eine allgemeinverständliche und doch richtige und prägnante Einführung in das Verständnis des Sinnes der Fragen, in die ätiologische Bedeutsamkeit der Fakten, nach denen gefragt wird. — Was den Psychoanalytiker freudig überrascht, ist der Umstand, daß die Psychoanalyse nicht nur überall breit herangezogen wird, sondern daß ihre Erkenntnisse zum führenden Prinzip der ganzen Problemanordnung geworden sind. Am deutlichsten wird das im Abschnitt „Geschlechtlichkeit“, wo die infantile Sexualität in allen ihren Äußerungen und Folgeerscheinungen genaue Berücksichtigung findet und als Erläterung hiezu die Freudsche Sexualtheorie Knapp und vortrefflich