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Ein indischer Künstler des dreizehnten Jahrhunderts glaubte einmal als er als Schauspieler auf der Bühne agierte, die Anwesenheit einer Göttin zu verspüren
Um nicht ihren todbringenden Anblick zu erleben, opferte er ihr seine Kunst. — Von diesem Tage an, berichtete er selbst, konnte er nicht mehr spielen; aber von diesem Tage an wurde er zum Dichter. — Er glaubte sich also durch eine Mutterfigur bedroht, um dann zu erfahren, daß sie ihm doch nur Gutes gebracht habe. Nun ist von der Kindheit dieses Künstlers bekannt, daß er sehr unter der Strenge und Lieblosigkeit seiner Mutter zu leiden hatte, bis er eines Tages ein Gespräch seiner Eltern belauschte, aus dem er erfuhr, daß die Mutter ihn in Wahrheit sehr liebte und sich ihm gegenüber nur verstellte, um ihm dadurch zu nutzen.
Fenichel (Berlin)