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Es ist sehr dankenswert, daß die Redaktion das praktisch so belangvolle und doch bisher von der Psychoanalyse vernachlässigte Thema der Menstruation zur Diskussion gestellt hat. Was die bisherige Forschung klinisch und ethnologisch über die unbewußten Begleit- und Folgeerscheinungen der Menstruation bereits festgestellt hat, wird hier von berufener Seite referiert. Nur wenige Arbeiten bringen darüber hinaus Neues, das auch den in der Literatur bewanderten Psychoanalytiker interessiert.
Zu diesem Wenigen gehört vor allem die Arbeit von Karen Horney, die das psychoanalytisch noch nie untersuchte Gebiet der prämenstruellen Verstimmungen zum Gegenstand hat. Daß mit den körperlichen Veränderungen des Prämenstruums auch eine somatogene Steigerung der Libido statthat wie in Pubertät und Klimakterium, ist sehr glaubhaft und würde genügen, um verständlich zu machen, daß Triebkonflikte jedweden Inhalts um diese Zeit zyklisch exazerbieren. Horney meint aber darüber hinaus feststellen zu können,