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„The child is father of the man.“
Die Psychoanalyse hat seit jeher ein reges Interesse an der Erziehung genommen. Sie konnte zeigen, daß verkehrte erzieherische Maßnahmen gewöhnlich durch Komplexe der Eltern determiniert sind, daß sie also affektiven und nicht rationellen Motiven entspringen. Bernfeld ging weiter. Während die Psychoanalyse sonst nur bei offensichtlich falschen Maßnahmen nach den Komplexen der Erziehenden fragte, nimmt Bernfeld an,1 daß jede Erziehung aus affektiven Quellen entsteht und in Wirklichkeit nur wenig mit den rationellen und idealen Zielen zu tun hat, die die Pädagogik vorgibt. Weiter führt er aus, daß die irrationellen Momente, die seiner Meinung nach einen breiten Raum in jeder Erziehung einnehmen, nicht nur durch die Komplexe der einzelnen Erzieher, sondern auch durch die herrschende Gesellschaftsordnung bestimmt werden, — daß unsere heutige Erziehung im Dienste des kapitalistischen Systems steht.
Es ergibt sich nun die Frage: Zieht das kapitalistische System nur aus der schon bestehenden Einrichtung der Erziehung einen Nutzen für seine Zwecke, oder ist der Zusammenhang zwischen Gesellschaftsordnung und Pädagogik ein innigerer? Entspricht jeder Gesellschaftsordnung eine bestimmte Art der Eniehung, und inwiefern ist die Gesellschaftsordnung an der Entstehung der Erziehung überhaupt beteiligt? Um diese Fragen zu beantworten, müssen wir die Formen der Erziehung in den verschiedenen Gesellschaftsordnungen